Präsident Beat Wicky hält seine Abschiedsrede bei der Amtsübergabe vom 30.06.2014

luglio 2014

Liebe rotarische Freunde,
wiederum ist ein Jahr vergangen, seit mir Sabine das Amt des Präsidenten des RC Zug Kolin im Jahr des zehnten Jubiläums  übergeben hat.  Der Wechsel der Präsidentschaft vollzieht sich mit Bestän-digkeit jedes Jahr von neuem und garantiert Vielfalt und Pluralismus, neue Ideen und frischen Wind für unseren Club.
Ich verzichte heute darauf, das Clubjahr Revue passieren zu lassen. Wir werden dazu Gelegenheit erhalten anlässlich der ordentlichen GV am 26. August 2014. Ohnehin ist  für unseren Alltag ein Blick in die Zukunft von viel grösserer Bedeutung. Es geht um Trends in der Gesellschaft, in der Öffentlichkeit und in der Politik sowie Wandlungen im wirtschaftlichen Umfeld. Als Rotarier haben wir uns verpflichtet, uns durch  unser Handeln  für jene einzusetzen, die am Rande der Gesellschaft stehen. In diesem Zusammenhang darf es uns mit Genugtuung erfüllen, dass sich die Ausgaben der Gemeindienstkasse im Jubiläumsjahr auf über 60000.– belaufen haben. Dahinter verbergen sich eine eindrückliche Solidarität seitens der Clubmittglieder, aber auch ein immenser Arbeitsaufwand durch die verantwortlichen Mitglieder der Gemeindienstkom-mission unter der kompetenten Führung von Rita Schnyder.


Während meiner Amtszeit war es mein Ziel, den Club verantwortungsvoll und umsichtig zu führen. Ich habe mich bemüht, den RC Zug Kolin nach aussen würdig zu vertreten und nach innen die Ge-meinschaft zu pflegen. Ich hoffe, diesem Anspruch genügt zu haben. Bereits bei meinem Amtsantritt ahnte ich, was ich heute weiss: Die Erfüllung der Pflicht kann zuweilen auch schwierig sein. Als abtretender Präsident ist es mir ein grosses Anliegen, Euch allen zu danken für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Ganz besonders bedanken will ich mich aber bei meinen Vorstandskollegen für ihre Unterstützung im Amt. Von prägender Bedeutung für das jeweilige Clubjahr, das dieses Jahr unter dem Motto „Zukunftstechnologien und – Trends“ stand, ist das Engagement des Programmchefs. Guido Jud hat in Zusammenarbeit mit Leo Steiner eine Reihe von sehr attraktiven Veranstaltungen zu diesem Schwerpunktthema organisiert. Daneben sind auch lokale Themen mit Bezug zu unserem Kanton und Anlässe  im Zeichen von Freundschaft und Geselligkeit nicht zu kurz gekommen. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang auch die festlichen Aktivitäten aus Anlass des 10 Jahre Jubiläums im Biohof Zug und die Südtirol-Reise, die wesentlich durch das Engagement von Leo Granziol geprägt  worden sind. Besonders danken will ich auch unserem Clubmeister Kurt Murer, der die zeitlich  belastende Aufgabe des Verfassens aussagekräftiger Bulletins mit Unterstützung durch Bernard Hofstetter bestens gelöst hat.


Ich verzichte darauf, alle einzelnen Vorstandsmitglieder und Mitglieder der Kommissionen zu erwähnen. Ihr Engagement war in den verschiedensten Bereichen sehr gross, und die Zusammenarbeit gestaltete sich im wesentlichen problemlos. In diesem Sinn nochmals ein herzliches „Merci“ an alle scheidenden Amtsträger. Würdigen will ich aber auch die Bereitschaft all jener, die sich weiterhin zum Wohle unseres Clubs zu engagieren bereit sind. Ich wünsche ihnen viel Erfolg in ihrer Tätigkeit.

Nun geht das Präsidentenamt an  Gerry Zühlke. Sabine Kurowski hat mir vor einem Jahr einen bes-tens organisierten Club übergeben. Auch ich übergebe Dir, lieber Gerry, wie man sagt, ein „wohl bestelltes Haus“, das Dir die Fortführung der Amtsgeschäfte so einfach wie möglich  machen sollte. Falls Fragen auftauchen, stehe ich Dir jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. Wir freuen uns auf Deine Präsidentschaft, die geprägt sein wird durch Deinen eigenen Stil. Wir wünschen Dir dazu viel Energie und Glück, aber auch viel Erfolg und Befriedigung.


Ich habe vor einiger Zeit angeregt, dass wir uns in unserem RC gelegentlich über interessante Bücher unterhalten. In diesem Sinne überreiche ich Dir heute zu Deinem Amtsantritt ein Buch von Daniel Kahnemann mit dem Titel „ Schnelles Denken, langsames Denken“. Denken ist in den wenigsten Fällen rational. Der Mensch vertraut  stark auf seine Intuition. Der Psy-chologe Daniel Kahneman hat analysiert, was unser Denken und unsere Entscheidungen beeinflusst – und dafür 2002 den Wirtschaftsnobelpreis als einer der wenigen Nichtökonomen  erhalten. Daniel Kahnemann  hat mit seinem Lebenswerk weite Kreise in der Wissenschaft beeinflusst. Unter anderem entzauberte Kahneman den «homo oeconomicus», der sich bei genauerem Hinsehen keineswegs als der rational abwägende, alle Informationen berücksichtigende Mensch erweist, als den ihn die Wirtschaftswissenschaftler lange Zeit gern gesehen haben.


Schnelles Denken, langsames Denken" ist in vierzig Kapitel gegliedert, die die wichtigsten Forschungs-ergebnisse der letzten Jahre präsentieren. Es ist dadurch nicht nur die Geschichte eines einzelnen Forscherlebens entstanden, sondern so etwas wie eine Enzyklopädie der gesamten Verhaltensökonomie , angereichert durch viele faszinierende Experimente und Geschichten. Lieber Gerry, ich wünsche Dir viel Spass bei der Lektüre dieses 2012 in den USA meistgelobten Sachbuches.
Überreichung Präsidenten-Pin und Gehstock.

Beat Wicky, Präsident 2013/2014 HS